Der Mops im Wandel der Zeit

Jahrhunderte begleitet der Mops den Menschen nun schon, immer treu und ergeben. Hat er sich doch einiges von Menschenhand antun lassen, ohne zu kapitulieren. Er wandelt auch dick und nach Luft ringend treu und tapfer an unserer Seite, wie er es auch schon vor einigen Hundert Jahren mit abgeschnittenen Ohren tat.

Einige nennen die Rasse “Kulturgut” lieben ihren Mops so wie er ist, wie auch er uns bedingungslos liebt. Die anderen finden in abscheulich und hässlich, behaupten sogar er wäre kein Hund sondern ein Schwein oder anderes erfundene Getier. Nun…das möchte ich teilweise bejaen, der Mops ist kein Hund, er ist ein MOPS….und…Mops ist nun mal Mops. Er hat bis jetzt alle Krisen überwunden, wäre sogar beinahe ausgestorben, aber er ist “nicht klein zu kriegen” steht wieder auf wie “Phönix aus der Asche”.

Ja, bis zum Verbot, Ende des 19ten Jahrhunderts, wurden den Mopshunden gerne die Ohren abgeschnitten. Eine plausible Erklärung dafür ist leider bis heute nicht zu finden.
Größter Anstoß zum Streit ist heute seine oft übertrieben kurz gezüchtete Schnauzenpartie, welche durch die daraus resultierenden anatomischen Missbildungen in der Schädelform und den Atmungsorganen, zu schwerwiegenden Atemproblemen führen kann. Man hört Brachycephales Syndrom, zu langes Gaumensegel, zu enge Nasenlöcher und Trachealstenose.

 

Als Ursprung der Rasse wird China vermutet, genau kann man es heute nicht mehr bestimmen. Die einen meinen er entstand aus dem Lo Sze, die anderen vermuten den Happa Dog.

Lo Sze

 

Happa Dog

 

 

In Europa wurden Mopshunde etwa im 18ten Jahrhundert bekannt. Man findet alte Gemälde und Aufzeichnungen. In Sachsen und den Niederlanden war er wohl schon im 17ten Jahrhundert bekannt, siehe Mops-Orden.

Mops - Meissner Porzellan








Hervorzuheben ist, dass es sich bis Ende des 19ten Jahrhunderts noch um Mopshunde handelte, die Rasse wurde erst etwa um 1867 durch einen Rassestandard als Hunderasse definiert und gezielt gezüchtet. Dies geschah in Großbritannien, welches heute noch das Patronatsland der Rasse ist. Die ersten Zuchtregistereintragungen in Großbritannien findet man jedoch schon in den 1850er. Bis zur Rassedefinition waren die gezüchteten Hunde natürlich nicht einheitlich. Es gab kurzbeinige und langbeinige, es gab auch sehr viele Fellfarben, wie auch brindle, braun, grau, weiß-creme und auch blau. Mit dem Rassestandard wurden die Fellfarben leider auf Beige mit Maske, Apricot mit Maske, Silber und Schwarz reduziert. Siehe Farben im Mops

Sucht man heute also Bilder um den Wandel der Rasse zu verfolgen, kann man dafür nur welche ab 1900 verwenden. Zuvor waren Mopshunde praktisch ein “wilder Haufen”, wie man z.B. beim Rudel von Queen Victoria sehen kann.

Queen Victorias Mopshunde 1854

 

Queen Victorias Mopshunde 1877








Die eingangs erwähnten Ausartungen sind NICHT das Resultat des Rassestandard, dieser hat sich seit 1867 nicht verändert. In ihm wurden NIE dicke Nasenwülste, enge Nasenlöcher oder übertrieben platte Schnauzen gefordert!

Im Gegensatz zum oft propagierten Bild in der Presse, ist der Mops, ordentlich gezüchtet, ein agiles, kleines Kraftpaket. Auch das absolute Fehlen eines Jagdtriebes ist ein Märchen. Möpse waren in vergangenen Zeiten geschätzte Mäuse- und Rattenjäger. Von so manchem britischen Züchter wurden sie im 19ten Jahrhundert auch gerne mit zur Jagd genommen.

 

 

 

 

 

 

Der Mops im Wandel der Zeit